Marmorhöhlen

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Die Höhle entwickelte sich in einem Marmorband, das zwischen kristallinen Lagen des Grundgebirges liegt. Die Wände sind weiss und marmoriert. Die Fliessfacetten zeigen die korrosive Wirkung des Wassers.
Versickerungsstelle im Dolinenfeld W des Coth deth Horo bei Betren, Pyrenäen

Marmor ist die kristalline Form des Kalkes, besteht also wie Kalk aus Kalziumkarbonat. Entsprechend ähnlich ist die Höhlenbildung. Marmor tritt oft in geringmächtigen Marmorbändern auf, die im Gneis eingelagert sind und mit diesem zusammen metamorphosiert wurden. Daher sind Marmorhöhlen typischerweise durch die Tektonik geprägt. Der Metamorphosegrad kann unterschiedlich intensiv sein. Marmor enthält oft fremde Bestandteile wie Quarzsand oder Glimmer.